Dietmar, Beetz: Tintenfisch dressiert ISBN 978-3-936662-00-9, € 7,60
ZUR NUTZUNG
Wenn der Vater grollt und wettert, Söhnchens Fieberkurve klettert, wenn die Mutter müde ist, die Tochter Sittsamkeit vergisst –
oder wenn der Star zurückkehrt und der Lenz den Winter abwehrt,
wenn im Herbst die Luft noch flirrt und der Himmel gläsern wird –
dann und auch bei anderm Anlass lies auf diesen Seiten nach, was Doktor Beetz erzählt und rät. Er schreibt, dass jedermann´s versteht.
Kunze, Hans: Gedankensprünge ISBN 978-3-936662-21-4, € 8,90
„Ein heller Stern am Himmel sächsischer Poesie“ – so äußerte sich neulich ein Kollege zur Lyrik von Hans Kunze, dessen erstes Buch, eine Sammlung von Sprü- chen, hier vorliegt. Geboren in Döbeln, sieht der Autor, heute in Dresden wohnhaft, Riesa an der Elbe als seinen „eigentlichen Lebensraum“. Dort unterrichtete er bis 1990 an der Er- weiterten Oberschule „Max Planck“ die Fächer Biologie und Chemie. Parallel zur beruflichen Tätigkeit
beschäftigten ihn lebenslang Philosophie, Psycho- logie, Verhaltensforschung und Literatur. Seine „Gedankensprünge“ sind ein Ergebnis dieser Interessen – Teil eines lyrischen Werkes, dessen Wurzeln Jahrzehnte zurück und bis nach Italien rei- chen. Der Band vereint vor allem Kritisch-Bissiges aus jüngerer Zeit, das da und dort an Erich Kästner erinnert, nicht etwa nachahmend, vielmehr erfreulich traditionsbewusst.
Mažeikaité, Zita: Anker Vergangenheit ISBN 978-3-936662-12-2, € 5,00
Mir genügt die Sonne dieser Erde, ihr Brot, ihre Luft; mir genügen die Widrigkeiten, der Streit und die Bosheit, die Hektik vor und nach der Arbeit, der Lärm, der Anblick der ersten Veilchen und das Grün der Ampel.
Ich habe genug an Besitz, an Nachbarschaft, Schlaflosigkeit, Telefonaten und langweiligen Sonntagsfeiern;
doch nie reicht mir die Zeit, wenn du kommst durch den Nebel der Altstadt, wenn du meinen Kopf hältst mit heißen Händen wie eine Blume, wenn du dich schwer wie ein Bergschatten über mich beugst.
Scherner, Erhard: Entwurf eines Spiegelbildes ISBN 978-3-936662-09-2, € 10,80
UNTERWEGS
Auf dieser irren staubigen Straße von WEISSNICHTWOHER nach WERWEISSWOHIN trabe ich, beschwingt, betroffen, seitdem ich dir begegnet bin.
Auf dieser irren staubigen Straße siehst du ein Ameislein mutig marschiern. Ich bin verloren, seit ich dich traf:
ich fürchte, ich könnt dich verliern.
Auf dieser irren staubigen Straße bin ich zu Hause, wo immer ich bin. Mich freut, mit dir diese Straße zu gehen aus WEISSNICHTWOHER nach WERWEISSWOHIN.
Tschöp, Robert: Zwiegespräch aus Monologen ISBN 978-3-936662-16-0, € 5,80
DIE ZEHN VERBOTE
1. Ich darf nicht an dich denken. (Je nun, Gedanken sind seltsame Vögel.) 2. Ich darf mich nicht zu dir bekennen. (Als wär uns're Wahrheit gemeine Lüge.)
3. Ich darf dich nicht anschaun. (Auch deinem Blick zu mir ist der Weg verwehrt.) 4. Ich darf dich nicht sprechen. (Wenngleich es zwischen uns keiner Worte bedarf.) 5. Ich darf dich nicht fragen. (Weil Frage die Antwort und Antwort die Frage gebiert.) 6. Ich darf dich nicht atmen. (Will lieber ersticken als deinen Atem vermissen.) 7. Ich darf dich nicht schmecken. (Und bewahre dennoch deine Süße in mir.) 8. Ich darf dich nicht berühren. (Und spüre dich doch - wo und wie, geht niemand was an.) 9. Ich darf nicht fortbestehen durch dich. (Das - wenigstens das - wird jene gereuen.) 10. Ich darf dich nicht lieben. (Ich werde halt tun, was ich nicht darf.)